„Müslis gibt es ja wie Sand am Meer, aber so wie wir sie in zeitaufwändiger Handarbeit herstellen – das macht sonst niemand.“

Florian Zagler ist der MÜSLIBÄR, Inhaber der Ersten österreichischen Bio-Müsli-Manufaktur und Jungunternehmer mit einer starken Vision. Wie stehen Tradition und Erneuerung in seiner Manufaktur zueinander? Und welches Geheimnis steckt hinter den knusprigsten Bio-Müslis des Landes?

Mit dem Müsli-Löffel im Mund groß geworden. Schon als kleiner Bub ist er durch die duftende Müsliküche gelaufen. Kein Wunder also, dass „frühstücken“ Florian Zaglers erstes Wort war. Es gibt viele Geschichten, die einen direkten Weg ins Geschäft des Vaters vorzeichnen. Ganz so geradlinig war der dann aber doch nicht. Für Florian Zagler waren Ecken, Kanten und Umwege notwendig, die seine Überzeugungen reifen und zu dem haben werden lassen, was sie heute sind.

Begonnen hat alles in den 1980er-Jahren, als „Bio“ noch etwas recht Exotisches war. Damals hatte Florian Zagler oft Erklärungsbedarf, wenn er vom Beruf der Eltern erzählen sollte. Sein Vater hatte den großen Traum, die Versorgungsgrundlage für ein biologisches Leben zu schaffen. In einer Zeit, wo noch kaum jemand wusste, wofür dieses „Bio“ überhaupt steht, war das kein leichtes Unterfangen. Als echter Pionier der Bio-Bewegung ließ sich Zagler senior davon nicht abschrecken und so wurde mit Unterstützung seiner Frau aus der zukunftsweisenden Idee bald der größte Bio-Supermarkt Österreichs.

Temporeiche Zwischenstopps. Florian Zagler liebt Motorsport, Technik und Geschwindigkeit. Um das ausleben zu können, kehrte er im Alter von 15 Jahren der Schule den Rücken und ging bei einem Motorradhändler in die Lehre. Da war er ganz in seinem Element, machte Karriere – und nebenbei auch noch ein BWL-Studium. Doch je erfolgreicher Florian Zagler wurde, umso öfter stellte er sich die berufliche Sinnfrage: Spaß allein war ihm zu wenig, er wollte etwas tun, was anderen nützlich ist. Etwas zurückgeben für das, was er bekommen hatte.

Eigene Fußstapfen setzen. Zwischendurch kehrte Florian Zagler kurz in den elterlichen Bioladen zurück, aber im Mitarbeiten nach alten Mustern sah er nicht genug Spielraum für seine eigenen Ideen. Er wollte etwas nach seinen Vorstellungen gestalten. Dazu brauchte es neben einem ausgeklügelten Businessplan natürlich Mut und eine gewisse Portion Eigensinn. Aus diesen Zutaten entstand 2014 das eigene Unternehmen.

Das Bewahren der Langsamkeit. In der MÜSLIBÄR-Manufaktur in Braunau gibt’s kein „Hudeln“, sondern schonende Handarbeit, hochwertige Rohstoffe, bewährte Rezepte und die notwendige Zeit. An der perfekten Komposition für die kaum zu übertreffende Knusprigkeit der in Honig gebackenen Müslis hat der Vater jahrzehntelang getüftelt. Und diesen Unterschied schmeckt man! Es ist das, was dem Kunden als positive Erinnerung am Gaumen bleibt.

Ordentlich was auf den Löffel lautet das Programm des MÜSLIBÄREN. Die Tradition und den Müsli Erfahrungsschatz von 35 Jahren zu übernehmen, erfüllt ihn mit Stolz und Verantwortung, sagt Florian Zagler. Dementsprechend „gescheit“ wollte er die Sache auch aufziehen. An der Qualität der Zagler Müslis gab es ohnehin nie einen Zweifel. Florian Zagler erweiterte dieses Erfolgsrezept um seine eigenen Stärken. Er baute eine neue Manufaktur und macht die Marke mit einem völlig neuen Erscheinungsbild sichtbar, weil er der Müsli-Manufaktur ein organisches Wachstum und eine gesunde Zukunft sichern will.

„Ich bin ein begeisterter Frühstücker“, sagt Florian Zagler, „denn das Frühstück ist für mich die wichtigste Mahlzeit des Tages.“ Meist greift er dabei zum Bio-Honigmüsli, dem Urmüsli aus der väterlichen Rezeptsammlung, oder zum Bio-Crunchy-Love, das er selbst erfunden hat. Und am liebsten frühstückt er zu Hause mit viel Zeit und Menschen, die ihn inspirieren. Dafür steht Florian Zagler auch gern früher auf.

Den goldenen Löffel trägt der MÜSLIBÄR von Haus aus mit sich herum, aber auch sonst wird Florian Zagler für seine knusprige Marke und die bärenstarken Premiumprodukte reich dekoriert. Vom Regionen-Rocker und Born Global Champion über Oberösterreichs Handwerkspreis und dem „Sieger aus Leidenschaft" bis hin zum Pegasus in Bronze ist da alles dabei. Darauf darf man ruhig ein wenig stolz sein:

Jungunternehmer-Preis der Jungen Wirtschafft Oberösterreich in Gold, Kategorie Regionen-Rocker – Mai 2016

Born Global Champion der Wirtschaftskammer Österreich für knapp 50% Exportanteil – Sommer 2016

Oberösterreichischer Handwerkspreis 2016 in Gold, Kategorie Lebensmittel – November 2016

Jungunternehmerpreis des Magazins Gewinn, Platz 58 von 1000 Teilnehmern – 2016

Auszeichnung der Wirtschaftskammer Österreich, Sieger aus Leidenschaft – Mai 2017

Wirtschaftspreis PEGASUS der Oberösterreichischen Nachrichten in Bronze, Kategorie Jungunternehmer – Juni 2017